Begriff von Andrej Karpathy, der Ende 2024 viral wurde: Programmieren durch Intention statt durch explizite Syntax. Man erklärt dem LLM was man bauen will — Architektur, Verhalten, UI — und das LLM schreibt den Code. Der Mensch navigiert, korrigiert und entscheidet, tippt aber kaum noch selbst.

„I vibe code products with twitter :D"
Andrej Karpathy

Der Witz ist ernst gemeint: Karpathy nutzt Twitter, um Ideen öffentlich zu testen. Das Feedback der Community informiert die Richtung. Das LLM baut dann. Die Grenze zwischen Produktentwicklung und öffentlichem Denken verschwimmt.

Was das bedeutet

Traditionelles Coding setzt voraus, dass man die Syntax kennt, Bibliotheken kennt, Fehlermeldungen debuggen kann. Vibe Coding verschiebt den Engpass von Können zu Intention. Man muss klar formulieren können was man will — nicht wie man es umsetzt.

Das ist keine Vereinfachung. Klare Intention ist oft schwieriger als das Schreiben von Code. Wer nie selbst programmiert hat, kämpft oft damit, präzise genug zu sein. Wer programmieren kann, nutzt Vibe Coding als Multiplikator.

Verbindung zur LLM Knowledge Base

Karpathy beschreibt denselben Effekt für Wissensarbeit: LLM Knowledge Base. Nicht nur Code, sondern auch Wissen wird durch LLMs kompiliert, gewartet und weiterentwickelt — der Mensch gibt Richtung vor, das LLM strukturiert.

„I vibe coded a small and naive search engine over the wiki."
Andrej Karpathy

Quellen